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Lebenslanges Lernen · der ultimative Praxis-Guide

Zuletzt aktualisiert am 8. Juli 2019 um 15:35

Lebenslanges Lernen (im Englischen: lifelong education) ist ein Konzept, über das viel geschrieben und gestritten wird. Was genau ist darunter zu verstehen? Wie kannst du es umsetzen? Ist es überhaupt zumutbar? Von hinten nach vorne, erstens: Ja, denn wir tun es sowieso. Zweitens: mit System, so ist es effektiver. Drittens: das zielgerichtete Vertiefen ausgewählter Kompetenzen, darum geht’s.

Unter den Begriff »Lebenslanges Lernen« werden Ideen und Modelle gefasst, die Erwachsenen über 25 Jahren (und bis jenseits der 60) verschiedenste Arten von Weiterbildung ermöglicht. Eine vielzitierte, weil schöne Zusammenfassung:

Lebenslanges Lernen hilft, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und Ausgrenzung so weit wie möglich zu vermeiden. Im Rahmen einer Gesamtstrategie soll das Ziel verfolgt werden, die Bildungsteilhabe zu erhöhen, allen Menschen mehr Chancen zur persönlichen, ihren Begabungen entsprechenden gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung zu ermöglichen und den Standort Europa mitzugestalten.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (2004)

Hier steht die persönliche Entwicklung im Fokus. Ob und wie damit der berufliche Werdegang beeinflusst wird, steht erst nach dem Ziel, sich selbst besser kennen und die Welt ringsum besser verstehen zu lernen. Nachfolgend ein Beispiel für vier Komponenten, die zu lebenslangem Lernen beitragen können.

Bücherreihe, Beitragsbild zum Thema »Lebenslanges Lernen«

Fernstudium

An der Fernuniversität Hagen gibt es die Möglichkeit, auch neben Beruf und/oder Familie ein Studium aufzunehmen. Die Auswahl an Studiengängen ist groß. Meine Wahl viel auf Kulturwissenschaften mit den Fächern Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie, letzteres als Schwerpunkt. Über die Vorteile (und Nachteile) eines Fernstudium findest du hier einen Beitrag: 5 Gründe für und gegen ein Fernstudium. Bei Interesse am Fach Philosophie, das auch sehr sinnstiftend sein kann und zum lebenslangen Lernen einlädt, findest du hier einen kleinen Einstieg ins große Ganze: Philosophie für Anfänger*innen.

Lächeln einer Frau, Beitragsbild zum Thema »Lebenslanges Lernen«

Fremdsprache

Es ist das Paradebeispiel für »qualifizierte Freiheit«, die du nur erfährst, indem du dich Unfreiheiten unterwirfst. Den Regeln einer Grammatik eben. Das Lernen einer Fremdsprache erfordert das Befolgen von Vorschriften. Gleichzeitig eröffnet es einen neuen Sprach- und Kulturraum, erweitert den Horizont, macht die Welt größer. Du bist schon mittendrin? Hier ein paar Tipps zum Vokabeln lernen mit System.

Pose beim Angeln, Beitragsbild zum Thema »Lebenslanges Lernen«

Learning by doing

Den Alltag im 21. Jahrhundert bestreiten heißt, viele Felder zu beackern, die allesamt je eine Wissenschaft für sich sind. Abhängig davon, was du dir zur Aufgabe gemacht hast, genügt gesundes Halbwissen zur Bewältigung akuter Hindernisse. Oder du musst tiefer in die Materie einsteigen. Etwa, weil du von dem Feld, das du da beackerst, deinen Lebensunterhalt ernten willst. Kleines Beispiel: Als Blogger, Film- und Fotofuzzi sind für mich folgende Felder relevant: Umgang mit dem Content Management System (WordPress), Archivierung und Bearbeitung von Medien (Adobe Creative Suite), sowie die Arbeit mit der Kamera. Ob Webanwendung, Soft-, Firm-, oder Hardware – nichts davon mag heute vernachlässigt werden. Als Lernplattform nutze ich etwa die Video-Tutorials von Lynda.

Entspannte Frau, Beitragsbild zum Thema »Lebenslanges Lernen«

Zeitmanagement für Lebenslanges Lernen

Das Dringende ist selten wichtig, das Wichtige ist selten dringend | frei nach Lothar Seiwert

Je mehr du aus dem Tag herausholen willst, desto schneller verstreicht er. Und nichts ist frustrierender, als dem Nachhecheln von To-Do-Listen, die schon beim Niederschreiben kaum realistisch erschienen. Lebenslanges Lernen verlangt zweierlei ab: Selbstdisziplin (und zuweilen einen akrobatischen Tritt in den eigenen Arsch) und Motivation. Letztere ist das absolut wichtigste Element des ganzen Konzepts. Daher sollte man es sich damit nicht verscherzen. Die Motivation macht sich (zusammen mit dem klaren Verstand) dann aus dem Staub, wenn sie keine Luft zum Atmen hat. Remember:

All work and no play makes Jack a dull boy.

Zum Abschluss findest du hier ein paar Tipps zum Thema Zeitmanagement. In diesem Sinne, frohes Schaffen!

Autor

David Johann Lensing (*1989) arbeitet als freier Autor, Filmemacher und Fotograf in NRW.

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