Cinemathek

OXFORD MURDERS mit John Hurt, Elijah Wood | Film 2008 | Kritik

Zuletzt aktualisiert am 15. Januar 2019 um 6:54

Im Rahmen des Fantasy Filmfests 2008 war in Deutschland der Thriller Oxford Murders zu sehen. Es handelt sich um eine Adaption des preisgekrönten Romans Die Pythagoras-Morde von Guillermo Martínez. In den Hauptrollen geben sich Elijah Wood und John Hurt die Ehre. Worum geht’s?

Leonor Watling und Elijah Wood in dem Film »Oxford Murders«

Zum Inhalt von Oxford Murders: 1993, England. Martin (Elijah Wood) interessiert sich für Logik. Gerade hat sein Auslandssemester an der Universität Oxford begonnen und der Mathematik-Student hofft, Professor Arthur Seldom (John Hurt) – einen Spezialisten auf dem Gebiet der Logik – als Doktorvater zu gewinnen. In Martins erster Vorlesung bei seinem Idol geht es um Wittgensteins Tractatus und die angebliche Unmöglichkeit absoluter Wahrheit. In der Hoffnung, einen starken Eindruck zu hinterlassen, widerspricht Martin: Er glaube an absolute Wahrheit. Wenige Stunden später finden der Student und der Professor die alte Vermieterin Martins ermordet auf…

Gesehen habe ich diesen Film lange vor meinem Studium der Kulturwissenschaften (mit dem Schwerpunkt Philosophie). Daher würde ich Oxford Murders bei heutiger Betrachtung eventuell anders beurteilen. Immerhin werden von den Figuren zahlreiche interessante Themen besprochen, die mir inzwischen im Studium begegnet sind – von Heisenbergs Unschärferelation bis Wittgensteins Sprachphilosophie.

Allerdings habe ich vage in Erinnerung, dass die Referenzen zu derartigen Themen im Film doch eher plump und prätentiös daherkamen. Damals schrieb mein jüngeres Selbst jedenfalls – offenbar so unbeeindruckt von etwaigen Bezügen zur Welt der Wissenschaft, dass ich sie nicht einmal erwähnte:

Erster Eindruck zu Oxford Murders

Nach dem ich zuletzt den miserablen Actionfilm Bitch Slap (2009) gesehen habe (warum nochmal!?) war’s nicht schwer, einen guten Eindruck zu machen. Trotzdem hat mich Oxford Murders alles andere als vom Sockel gehauen – kam die Story doch arg konstruiert daher. Die Rolle des ehrgeizigen Studenten erscheint mir viel zu bieder für einen Elijah Wood, der in anderen Filmen (und Serien, man denke an Wilfred – hach, Wilfred…) sein Potential schon besser ausgespielt hat. Auch ist die Inszenierung ziemlich unaufgeregt, was mir persönlich – vielleicht war ich auch einfach nur müde – irgendwie zäh daherkam. Lediglich die Pointe, Stichwort Schmetterlingseffekt, regt im Nachhinein zum Nachdenken an, in Sachen Konsequenzen und Ausmaß des eigenen Handelns und Tuns und ach, da gibt’s bessere Filme (Mr. Nobody zum Beispiel).

Kurz: 7/10 Punkten, Oxford Murders ist ein mittelmäßiger TV-Liga-Film, solide aber lahm.

Hier der Trailer zum Film:

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